Objektdetails

Schloss Langenbrück

Schloss Langenbrück
Quelle Bild: Joachim Weiß
Land:Deutschland
Bundesland:Nordrhein-Westfalen
Landkreis:Steinfurt
Ort:Westerkappeln
Info:

Privatbesitz

Geschichte:

Das Rittergut Langenbrück, an der Grenze von Westerkappeln und Mettingen in der Bauerschaft Metten gelegen, war von alters her ein landtagsfähiges adeliges Gut. Es wurde um 1350 erbaut von Rudolf von Langen, der auch Erbauer des Hauses Langewiese bei Ibbenbüren war. Bei der Namensgebung spielte in beiden Fällen offenbar der Familienname eine Rolle. Ab etwa 1500 war es im Besitz des Adelsgeschlechts derer von Ledebur. Im 17. Jahrhundert ging das Anwesen dann zunächst an die Familie von Lutten und später an die Familie von Ittersum. 1754 erwarb es Oberamtmann Niedermeyer, es folgten hiernach weitere Besitzerwechsel. Das Herrenhaus wurde in seiner heutigen Form 1825 errichtet und war während des 19. Jahrhunderts noch vollständig von einer Gräfte umgeben.

Seit 1928 befindet sich Haus Langenbrück im Privatbesitz der deutsch-holländischen Unternehmerfamilie Brenninkmeijer (deutsche Schreibweise: Brenninkmeyer). Als alte Mettinger Tüöttendynastie war sie insbesondere ab Mitte des 19. Jahrhunderts mit Textilhandel zu Wohlstand gekommen, nachdem sie 1841 das Bekleidungsunternehmen C&A in den Niederlanden gegründet und dort ab 1861 mehrere Filialen eröffnet hatte. Der inzwischen global tätige Konzern befindet sich noch heute in alleinigem Familienbesitz.

Regelmäßige Familientreffen und Urlaube am Stammsitz Langenbrück sind für viele Clan-Mitglieder obligatorisch. Obwohl über die ganze Welt verteilt, sind die Brenninkmeijers mit ihrer Heimat Mettingen eng verbunden und besitzen in Westerkappelns Nachbarort noch weitere Domizile. Auf dem Mettinger Friedhof finden die Brenninkmeijers traditionell ihre letzte Ruhestätte. Das Firmen- und Familienmotto „Eendracht maakt Macht“ (Eintracht bedeutet Macht) ist an der Stirnseite von Haus Langenbrück angebracht.

Schon vor dem Erwerb des Ritterguts durch Franz Brenninkmeijer förderte die streng katholische Familie den Gottesdienst in der Gutskapelle Langenbrück. Mit ihrer Hilfe wurde die Kapelle umgebaut und erweitert. Der erste Raum mit dem Eingang vom Torbogen wurde Sakristei; der zweite Raum wurde Altarraum. Die Auferstehungskapelle Langenbrück fasst jetzt etwa 60 Personen. Gottesdienste finden hier an jedem Sonntag statt.

Das Gutsarchiv von Langenbrück, das im Jahre 1903 bzw. 1907 nachweislich noch vorhanden war, ist verloren gegangen. 1928 war das Archiv nicht mehr da. Angestellte Nachforschungen bei ortskundigen Personen lassen vermuten, dass es kurz vor dem Verkauf des Gutes an die Brenninkmeijers vernichtet worden ist.

Die Anlage von Haus Langenbrück ist nicht öffentlich zugänglich.

Quellenhinweise

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